Flughafenfondsgesetz
Der Kantonsrat,
nach Einsichtnahme in den Antrag des Regierungsrates vom 8. März 2000[3]
Fondszweck
Zur Finanzierung der dem Staat zukommenden Aufgaben im Bereich Luftverkehr wird ein Spezialfonds geschaffen.
Der Fonds wird von der für den Luftverkehr zuständigen Direktion verwaltet.
Einlage
Aus dem Buchgewinn, der dem Kanton aus der Verselbstständigung des Flughafens erwächst, wird ein einmaliger Beitrag von 300 Mio. Franken in den Fonds eingelegt.
Ausgleich von Entschädigungen
Entschädigungsansprüche aus materieller Enteignung, die ihren Grund im Betrieb des Flughafens haben und vom Kanton direkt oder gestützt auf Rückgriffsansprüche der Gemeinden beglichen werden müssen, werden aus dem Fonds abgegolten.
Die Abgeltung aus dem Fonds setzt voraus, dass die Verpflichtung des Kantons gemäss Abs. 1 grundsätzlich und grundstücksbezogen in der Grössenordnung durch ein gerichtliches Urteil oder durch einen vom Kanton genehmigten Vertrag festgelegt ist.
Sofern die Gemeinden Rückgriffsansprüche gegen den Flughafenhalter oder den Bund geltend machen, unterstützt sie der Kanton in den entsprechenden Verfahren. Er übernimmt die Kosten ihrer Rechtsvertretung und allfällige, ihnen auferlegte Verfahrenskosten und Parteientschädigungen.
Weitere Mittelverwendung
Im Weiteren werden die Mittel des Fonds insbesondere verwendet für
a)den Erwerb von Aktien der Flughafen Zürich AG, wenn dies nötig ist, um die gesetzliche Mindestbeteiligung des Kantons zu gewährleisten,
b)Aufwendungen für die konsultative Konferenz gemäss § 4 Flughafengesetz ,
c)Aufwendungen für die Aufsicht gemäss § 3 Flughafengesetz und weitere Aufgaben im Zusammenhang mit dem Flughafen,
d)Aufwendungen der Gemeinden im Bereich der Raumplanung, die auf den Betrieb des Flughafens zurückzuführen sind. Dazu gehören insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit notwendigen Anpassungen der Zonenpläne auf Grund des zu erwartenden Lärms.
Zuständigkeiten
Über die Mittel des Fonds verfügt im Rahmen der gesetzlichen Zweckbestimmung der Regierungsrat.
[2] In Kraft seit 1. Mai 2002 (OS 57, 155).
[4] 748. 1.