Verordnung über die Einteilung der Schulgemeinden in Beitragsklassen und über die Staatsbeitragsansätze (Beitragsklassenverordnung)
(vom 5. Februar 1986)[1]
Der Regierungsrat,
gestützt auf § 2 Abs. 3 des Lehrerbesoldungsgesetzes vom 3. Juli 1949[3] sowie auf § 3 des Schulleistungsgesetzes vom 2. Februar 1919[4]
Die Leistungen des Staates an die Grundbesoldung der Lehrer sowie an die beitragsberechtigten Ausgaben der Schulgemeinden für das Volksschulwesen und für die Sonderschulung und -erziehung werden nach Beitragsklassen abgestuft.
Die Einteilung der Schulgemeinden in Beitragsklassen richtet sich nach dem Finanzkraftindex der politischen Gemeinden, denen sie angehören.
Die Leistungen des Staates an die Grundbesoldungen der Lehrer werden nach folgenden Beitragsklassen abgestuft:
| Finanzkraftindex | Staatsanteil % |
|---|---|
| bis 103 | 56 |
| 104–105 | 52 |
| 106–107 | 48 |
| 108–109 | 44 |
| 110–111 | 40 |
| 112–113 | 36 |
| 114–115 | 32 |
| 116–117 | 28 |
| 118–119 | 24 |
| 120 und mehr | 20 |
Die Erziehungsdirektion legt die Staatsanteile an den Grundbesoldungen so fest, dass der gesetzliche Staatsanteil insgesamt eingehalten wird.
Die Staatsanteilsätze werden zu diesem Zweck um gleiche Zu- bzw. Abschläge erhöht bzw. vermindert. Der Staatsanteil beträgt mindestens 20% und höchstens 56%.[7]
An Besoldungskosten für gemeindeeigene Klassen und Schulen im Rahmen der Schulpflicht werden Staatsbeiträge gemäss §§ 3 und 4 ausgerichtet.
Die Staatsbeiträge an die beitragsberechtigten Ausgaben der Schulgemeinden gemäss § 1 des Schulleistungsgesetzes[4] werden nach folgenden Beitragsklassen abgestuft:
Finanzkraftindex
Schulleistungsgesetz § 1
lit. a lit. b%%
| bis 103 | 75 | 50 |
|---|---|---|
| 104–105 | 40 | 20 |
| 106–107 | 20 | 15 |
| 108–109 | 14 | 12 |
| 110–111 | 11 | 9 |
| 112–113 | 9 | 7 |
| 114–115 | 7 | 5 |
| 116–117 | 5 | 4 |
| 118–119 | 4 | 3 |
| 120 und mehr | 3 | 2 |
Die Kostenanteile an die beitragsberechtigten Ausgaben der Schulgemeinden gemäss § 12 des Schulleistungsgesetzes[4] werden nach den folgenden Beitragsklassen abgestuft:[8]
Finanzkraftindex
Schulleistungsgesetz
§ 12
lit. a lit. a lit. b
Ziffer 1
Ziffer 2%%%
| bis 103 | 75 | 75 | 50 |
|---|---|---|---|
| 104–105 | 66 | 40 | 20 |
| 106–107 | 62 | 20 | 15 |
| 108–109 | 58 | 14 | 12 |
| 110–111 | 55 | 11 | 9 |
| 112–113 | 54 | 9 | 7 |
| 114–115 | 53 | 7 | 5 |
| 116–117 | 52 | 5 | 4 |
| 118–119 | 51 | 4 | 3 |
| 120 und mehr | 50 | 3 | 2 |
Für die von den Schulgemeinden durchgeführten Massnahmen nach §§ 53–61 des Sonderklassenreglementes[2] werden an den Personalaufwand für Lehr- und Fachkräfte Kostenanteile gemäss §§ 3 und 4 ausgerichtet.
Die Kostenanteile an die von den Schulgemeinden gemäss §§ 15 lit. a–e und 16 des Schulleistungsgesetzes[4] zu tragenden Kosten der nicht gemeindeeigenen Sonderschulung und -erziehung werden nach folgenden Beitragsklassen abgestuft:
| Finanzkraftindex | Kostenanteil % |
|---|---|
| bis 103 | 75 |
| 104–105 | 40 |
| 106–107 | 20 |
| 108–109 | 14 |
| 110–111 | 11 |
| 112–113 | 9 |
| 114–115 | 7 |
| 116–117 | 5 |
| 118–119 | 4 |
| 120 und mehr | 3 |
Die Verordnung über die Einteilung der Schulgemeinden in Beitragsklassen vom 20. Juni 1966 wird aufgehoben.
Die Berechnung der Staatsbeiträge an Neubauten und Hauptreparaturen von Schulhausanlagen richtet sich nach dem im Zeitpunkt der Zusicherung geltenden Recht.
Staatsbeiträge an Ausgaben der Gemeinden gemäss Schulleistungsgesetz[4], für welche die Beitragsgesuche bis 31. Mai 1986 eingereicht werden müssen, werden nach dem bisherigen Recht berechnet.
Diese Verordnung tritt nach der Genehmigung durch den Kantonsrat[5] rückwirkend auf den 1. Januar 1986 in Kraft.
[1] OS 49, 580.
[2] 412. 13.
[3] 412. 31.
[4] 412. 32.
[5] Vom Kantonsrat genehmigt am 7. April 1986.
[6] Fassung gemäss RRB vom 10. September 1986 (OS 50, 92). In Kraft seit 1. Januar 1987.
[7] Fassung gemäss RRB vom 25. Oktober 1989 (OS 51, 25). In Kraft seit 1. Januar 1991 (OS 51, 350).
[8] Fassung gemäss RRB vom 24. Juni 1992 (OS 52, 300). In Kraft seit 1. Januar 1993.