Verordnung über die Delegation von Entscheidungsbefugnissen (Delegationsverordnung)
(vom 9. Dezember 1998)[1]
Der Regierungsrat,
gestützt auf § 13 Abs. 2 des Gesetzes über die Organisation und Geschäftsordnung des Regierungsrates und seiner Direktionen vom 26. Februar 1899[3]
Direktion der Justiz und des Innern
Erstinstanzlich entscheiden
a.die Jugendstaatsanwaltschaft im Bereich der Filmgesetzgebung,
b.das Gemeindeamt über
1.die Erteilung und Verweigerung des Kantonsbürgerrechts, über die Feststellung des Schweizer Bürgerrechts sowie über die Entlassung aus dem Kantonsbürgerrecht und dem Schweizer Bürgerrecht,
2.Anordnungen als Aufsichtsbehörde über das Zivilstandswesen,
3.[11] Beschwerden gegen Anordnungen der Zivilstandsämter gemäss Art. 90 Abs. 1 der eidgenössischen Zivilstandsverordnung vom 28. April 2004 ,
4.Anordnungen gegenüber Gemeinden gestützt auf das Finanzausgleichsgesetz ,
5.Aufsichtsrechtliche Anordnungen und Massnahmen gegenüber den Gemeinden,
c.[10] das Handelsregisteramt über Ordnungsbussen gemäss Art. 943 OR .
Volkswirtschaftsdirektion
Erstinstanzlich entscheiden im eigenen Aufgabenbereich
a.das Amt für Wirtschaft und Arbeit, ausgenommen sind Anordnungen betreffend die Erwerbstätigkeit kontrollpflichtiger Ausländer,
b.das Amt für Verkehr.
Gesundheitsdirektion
Das Veterinäramt entscheidet erstinstanzlich im eigenen Aufgabenbereich, mit Ausnahme der tierärztlichen Praxisbewilligungen.
Bildungsdirektion
Das Hochschulamt sowie das Mittel- und Berufsschulamt entscheiden erstinstanzlich über sämtliche Anordnungen betreffend
a.Urlaub, Mutterschaftsurlaub, Entlastung, Stundenreduktion, Dienstaltersgeschenke und die damit zusammenhängenden Besoldungsregelungen,
b.Beitragsgewährung aus dem Fortbildungskredit.
Baudirektion
Das Amt für Landschaft und Natur entscheidet erstinstanzlich im eigenen Aufgabenbereich, mit Ausnahme des Erlasses von Schutzanordnungen im Bereich Naturschutz, des Entscheids über Einsprachen im landwirtschaftlichen Pachtrecht sowie der Festsetzung von Waldentwicklungsplänen.
Unselbständige Entscheidungskompetenzen
Bei Amtsstellen, denen weder durch diese Verordnung noch durch andere Erlasse selbständige Entscheidungskompetenzen zugewiesen sind, bestimmt die vorgesetzte Direktion, inwieweit die Amtsstellen im Namen der Direktion entscheiden.
Die Vorsteherinnen und Vorsteher der Amtsstellen können in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich einzelne Personen ermächtigen, im Namen der Amtsstelle zu entscheiden.
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1999 in Kraft. Auf den gleichen Zeitpunkt wird die Verordnung über die Delegation von Entscheidungsbefugnissen vom 10. Dezember 1997 aufgehoben.
[1] OS 54, 919.
[2] LS 132. 1.
[3] LS 172. 1.
[4] LS 412. 31.
[5] SR 211. 112. 2.
[7] Fassung gemäss RRB vom 14. Juli 1999 (OS 55, 342). In Kraft seit 1. August 1999.
[8] Eingefügt durch RRB vom 9. April 2003 (OS 58, 75). In Kraft seit 1. Juli 2003.
[9] Fassung gemäss RRB vom 14. Mai 2003 (OS 58, 106). In Kraft seit 1. Juni 2003.
[10] Eingefügt durch RRB vom 11. Juni 2003 (OS 58, 129). In Kraft seit 1. August 2003.
[11] Fassung gemäss RRB vom 1. Dezember 2004 (OS 59, 386). In Kraft seit 1. Januar 2005.
[12] Fassung gemäss RRB vom 15. Dezember 2004 (OS 59, 479). In Kraft seit 1. Januar 2005.
[13] Eingefügt durch RRB vom 17. Mai 2006 (OS 61, 153; ABl 2006, 561). In Kraft seit 15. Mai 2006.
[14] Fassung gemäss RRB vom 17. Mai 2006 (OS 61, 153; ABl 2006, 561). In Kraft seit 15. Mai 2006.